Dr. med. Lothar Fliegner

Hautarzt - Allergologie - Psychotherapie

 

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ästhetische Dermatologie

Die Faltenbehandlung, einige Möglichkeiten.

Abb. 1
Abb. 1

Die Faltenunterspritzung – auch „liqid lifting“ genannt – ist eine ambulant durchführbare, nicht operative Maßnahme zur Reduzierung von Falten im Gesicht und zum Gewebeaufbau am Kinn, Hals, Dekolletee, Handrücken, an eingefallenen Schläfen und Hohlwangen.

In der ästhetischen Dermatologie werden immer seltener reine Faltenbehandlungen durchgeführt, da sich so bei fortgeschrittenen Befunden keine natürlichen Behandlungsergebnisse erzielen lassen. Vielmehr ist es erforderlich, das durch den Alterungsprozeß z T. verlorengegangene, z. T. nach unten abgesunkene Volumen wiederherzustellen.

 

Je jünger das Gesicht, desto straffer ist die Haut und desto klarer sind die Konturen. Das Gesicht wirkt symmetrisch und ähnelt einem „V“. Doch mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Spannkraft. Die Wangen sinken nach unten ab, die Kinnkontur erschlafft, und das Gesicht wird nach unten optisch breiter, insgesamt verschieben sich die Proportionen. Das Volumen nimmt ab. Das jugendliche „V“ steht immer mehr auf dem Kopf und zeigt zunehmend die Form eines „A“ als Zeichen des Alterns (s. Abb.1).

Die durch verstärkten Muskeltonus bedingten Gesichtsfalten (z.B. Zornesfalten der Stirn etc.) lassen sich mit Botulimun glätten.

Restfältchen können später mit niedrigvisköseren Hyaluronsäurefüllern ausgeglichen werden.

 

Mit dem hier beschriebenen „Full Face-Approach“, der Neumodellierung des Gesichts (wie es etwa vor 5 – 10 Jahren aussah) werden beeindruckende natürlich wirkende Resultate erreicht.

Dieses Therapiekonzept stellt jedoch hohe Anforderungen an den Arzt und den Patienten und erfordert neben einer guten Zusammenarbeit viel Zeit für die Aufklärung des Patienten, für den höhere Kosten als bei einzelnen Faltenunterspritzungen entstehen. Daher muß vor der Therapie ein Behandlungs- und Kostenplan erstellt werden.

Am besten geht man langsam Schritt für Schritt vor, es sollte nie zu viel in einer Sitzung verändert werden.

 

A. Botulinum

Abb. 2
Abb. 2

In der ästhetischen Medizin wird das Botulinumtoxin (z. B. Botox, Bocouture, Dysport, Xeomin, Azzalure etc.) gern genutzt, wenn eine sehr aktive Gesichtsmuskulatur dazu führt, dass kräftige Zornesfalten oder Querfalten an der Stirn entstehen, sich viele „Krähenfüße“ um die Augen herum bilden oder die Mundwinkel nach unten gezogen werden..

Durch Botulinum wird die Aktivität der dafür ursächlich in Frage kommenden Muskeln reduziert (Abb. 2). In der Regel wird der Muskel nicht komplett gelähmt sondern nur geschwächt, damit kein maskenhafter unbeweglicher Gesichtsausdruck entsteht. Das Behandlungsergebnis stellt sich  erst nach 3 – 10 Tagen ein und hält im Durchschnitt ungefähr 3 – 6  Monate (in günstigen Fällen auch 9 Monate, im ungünstigen Fall nur 4 – 6  Wochen) an.

B. Füller („Filler“)

 

Für die Falten, die sich durch Schwächung der Muskulatur mittels Botulinum nicht ausreichend glätten, fügen sich sogen. „Füller“ in das Behandlungskonzept ein. Mit den Füllern wird Volumen unter die Haut gegeben, mit dem die noch bestehenden Falten unterfüttert, angehoben, geglättet und so weniger sichtbar werden. Indikationen für Füller sind im einzelnen tiefe Nasolabialfalten, Mundwinkelfalten (Marionettenfalten), Kinnfalten,      Zornesfalten der mittleren, Sorgenfalten der oberen Stirn, Unebenheiten am Nasenrücken, Konturgebung des Unterkiefers, der Lippen (Lippenrand u. Lippenvolumen), Volumenauffüllung bei Hohlwangen oder eingefallenem Jochbein, Aüffüllung des vorderen Halsreliefs, des Dekolletee und des Handrückens.

B.1. Hyaluronsäure

Abb. 3
Abb. 3

Eines der beliebtesten Füllmaterialien ist die Hyaluronsäure. Sie gilt als Frischegarant und Wasserspeicher in der Haut. Leider nimmt die körpereigene Produktion dieses Stoffes im Laufe des Lebens stark ab. Hyaluronsäure eignet sich in Form von größeren – durch Vernetzung entstandenen – Molekülen hervorragend zur Faltenunterfütterung sowie zum Ersatz und zur Auffüllung von Unterhautgewebe (Abb. 3). In Form kleinerer Moleküle (unvernetzte Hyaluronsäure) frischt sie die Haut auf und glättet oberflächliche Fältchen (Mesotherapie). Da die Hyaluronsäure im Laufe der Zeit verstoffwechselt wird, sollten solche Behandlungen regelmäßig ( im Abstand von 3 – 9  Monaten) wiederholt werden, wenn der Wunsch besteht, die erzielte Besserung dauerhaft zu erhalten.


Abb. 7
Abb. 7
Abb. 8
Abb. 8

Andere Füllmataerialien, die häufig verwendet werden, sind Kollagen (Zyderm, Zyplast), Poly-Milchsäure (Sculptra), Calcium-Hydroxyl-Apatit (Radkesse) und die sehr hoch vernetzte Hyaluronsäure (Belotero Volume).

B.2. Poly-L-Milchsäure

Die Poly-L-Milchsäure (Sculptra) orientiert sich an der in natürlicher Form im menschlichen Körper vorkommenden Milchsäure. Poly-L-Milchsäure bindet ähnlich wie Hyaluronsäure langfristig Wasser im Bindegewebe und bewirkt damit eine Glättung der Hautoberfläche und die Verminderung von Falten im Gesicht, am Hals, am vorderen Dekolletee und an den Handrücken. Sie eignet sich besonders zur großflächigen Auffüllung von Gewebeschwund (z.B. eingefallene Wangen bei HIV+-Patienten) und zur Behebung von unförmigen Gewebekonturen. Der erzielte Effekt ( oft sind 2 -3 Wiederholungsbehandlungen im 6- bis 12-Wochen-Abstand erforderlich, bis der gewünschte Effekt erreicht wird) einer Faltenkorrektur mit Poly-L-Milchsäure kann im günstigen Fall bis zu 2 Jahren anhalten. Das Ansprechen auf Sculptra ist sehr unterschiedlich.

B.3 Calcium-Hydroxyl-Apatit

Abb. 9
Abb. 9

Calcium-Hydroxyl-Apatit (Radiesse) ist in eine spezielle Gel-Matrix eingearbeitet. Es har eine 2-fache Wirkung. Es gibt ein sofort sichtbares Volumen zurück. Zusätzlich stimuliert Radiesse durch feine Calcium-Mikrosphären gezielt den körpereigenen Kollagenaufbau. Dadurch hält das sofort entandene sichtbare Volumen lange an. Radiesse selbst wird dabei mit der Zeit komplett vom Körper abgebaut. Eine Kombination des Calciumapatits mit anderen Füllern wie Hyaluronsäure ist sehr gut möglich. Betreffs Sculptra sollte man aus Gründen der Sicherheit wenigstens einen zeitlichen Abstand von 3 Monaten einhalten.

B.4 Sehr hoch vernetzte Hyaluronsäure (Belotero Volume)

Herkömmliche Füller lassen sich oft durch ihre gröbere Partikelstruktur nur mäßig in das Gewebe integrieren. Belotero Volume ist kein Partikelfüller, sondern ein zusammenhängendes Gel aus mehrfach vernetzter Hyaluronsäure. Durch die besondere Art der Vernetzung verfügt das Gel über festere  und flexiblere Zonen und paßt sich optimal in die feinen Spalträume der Haut ein. Darum ermöglicht Belotero besonders weiche Übergänge zwischen den behandelten und den nicht behandelten Arealen - für geschmeidige, glatte Haut.

Mit Belotero Volume können Volumendefizite an den Schläfen und im Bereich der Wangen sanft wieder ausgeglichen werden. Durch die geschmeidige Verteilung des Füllers und die weichen Übergänge wirkt das Gesicht insgesamt jünger, ohne dabei wie „gemacht“ auszusehen.


Männerhaut ist von Natur aus fester, robuster und straffer.Männer entwickeln erst spät Falten - diese sind dann aber oftmals tiefer als bei Frauen gleichen Alters. Hoch im Kurs steht in der Männerwelt die Behandlung von Stirnfalten, Falten um Mund und Nase sowie Kinnfalten.

C. Die Mesotherapie

Abb. 10
Abb. 10

 

Die Mesotherapie. Zur Injektion steht eine neue Form der Hyaluronsäure zur Verfügung, die nicht hochvernetzt, sondern in nativem Zustand vorliegt, ähnlich der Moleküle für die örtliche Anwendung mit Cremes. Native Hyaluronsäure verteilt sich homogen in allen Hautschichten durch Diffusion. Die Auffüllung mit nativer Hyaluronsäure ermöglicht eine erhöhte Wasserbindung, dient dem Aufbau des extracellulären Gewebes und optimiert die Zellaktivität (Biorevitalisierrung). Zusätzlich sind Radikalfängereigenschaften beschrieben. Als Folge dieser Wirkung kommt es zu einer Verbesserung der Hauttextur, der Spannkraft, der Elastizität und evtl. zu einem positiven Einfluß auf die Zellalterung. Bedeutung hat die Mesotherapie dort, wo die Haut feine Fältchen (Knitterfältchen, Krähenfüße) ausbildet. Unterschiedliche Injetionsterchniken werden bevorzugt, je nach Lokalisation, von der Quaddeltechnik bis zur netzförmigen Aufsättigung nach Criss-Cross-Technik, dabei wird meistens

1 – 2 mal intracutan appliziert. Nach einer Anfangsphase mit 2 – 3 Behandlungen im 2 – 4-Wochen-Abtsand erfolgt eine Erhaltungstherapie ca. alle 2 – 3 Monate  (Belotero Balance, Belotero soft, Hyal ACP, Restylane light).

 

 

D.Nebenwirkungen

Diese sind grundsätzlich bei allen Präparaten möglich.

D.1. Allergien oder Unverträglichkeiten,

die sehr selten beschrieben werden, sind weniger durch die eigentlichen Substanzen als mehr durch die Zusatzstoffe verursacht, die den Wirkstoffen zwecks Haltbarkeit, Löslichkeit, Anästhesie und Molekülstabilität beigemischt sind.

Die Wirksubstanzen können in seltenen Fällen Knötchen unter der Haut induzieren. Aus diesem Grund ist stets auf eine richtige Injektionstechnik und eine entsprechende Verdünnung (Sculptra!) zu  achten, damit diese vermieden werden.

D.2.Infektionen

versucht man durch Beachtung der Vorschriften derAsepsis während der Therapie und eine zweitägige Nachbehandlung der behandelten Areale mit antibiotischen Cremes zu minimieren.

 

Laut Literatur werden Zwischenfälle bei der Behandlung mit Botulinum, Hyaluronsäure und Calciumapatit nur sehr selten beobachtet.

 

E.Beispiele "Vorher" - "Nachher"

Lippenkorrektur - Abb. 11
Lippenkorrektur - Abb. 11
Glabellafalte - Abb. 12
Glabellafalte - Abb. 12
Periorbitale Falten - Abb. 13
Periorbitale Falten - Abb. 13
Nasolabialfalte - Abb. 14
Nasolabialfalte - Abb. 14
Marionettenfalte - Abb. 15
Marionettenfalte - Abb. 15